Die Führungskräfteentwicklung gewinnt an Bedeutung, denn Führungskräfte sind besonders in sich schnell wandelnden Zeiten der entscheidende Faktor für Unternehmenserfolg. Komplexe Herausforderungen der Führungsetage zünden immer öfter den Veränderungs-Turbo in Organisationen an. Herausfordernd wirken insbesondere gesellschaftliche und wirtschaftliche Krisen, strukturelle Veränderungen in der Arbeitswelt (Personalabbau, Flexibilisierung und permanente Reorganisation) sowie die Geschwindigkeit der Digitalisierung. Führungskräfte geraten unter Druck, wobei vor allem erfahrene Führungskräfte bemerken, dass bewährte Erfolgsmuster nicht mehr funktionieren. Die Schwerpunkte der Führungskräfteentwicklung sind die Führungskultur, die Teamentwicklung und das Führungskräfte-Coaching.
Optimale Führungskräfteentwicklung durch gelebte Werte in der Führungskultur
Mitarbeiterorientiertes Führungsverhalten ist der zentrale Faktor für Arbeitszufriedenheit insgesamt. Diese Zufriedenheit der Mitarbeiter mit dem gesunden Führungsklima besteht aus folgenden Faktoren: Sicherheit, Wertschätzung, adäquate Belastungen, Sog statt Druck, Handlungsspielräume und soziales Betriebsklima.
- Sicherheit
- Sicherheit der Mitarbeiter entsteht durch Transparenz und Berechenbarkeit der Führungskraft.
- Transparenz: Mitarbeiter sollten dazu die Unternehmensziele kennen und wissen, woran deren Leistung gemessen wird.
- Berechenbarkeit: Mitarbeiter sollten wissen, was das Ziel des Unternehmens ist.
- Sicherheit der Mitarbeiter entsteht durch Transparenz und Berechenbarkeit der Führungskraft.
- Wertschätzung
- Viele Mitarbeiter kündigen wegen fehlender Wertschätzung. Es ist eine Art „zweites Gehalt“.
- Sinnvoll ist dabei in der Führungskräfteentwicklung ein wöchentlicher Rundgang der guten Führungskraft, um Wertschätzung zu zeigen.
- Adäquate Belastungen
- Über/Unterforderung macht krank. Wenn ein Mitarbeiter viele Aufgaben bekommt, soll der Leader nachfragen: „Kannst du das noch machen?“.
- Ein Leader muss wissen, inwiefern der Mitarbeiter sich selbst Aufgaben suchen kann oder ob er direkt Aufgaben zugeordnet bekommen möchte.
- Sog statt Druck
- Zu hoher Druck erzeugt Stress. Daraus folgt eine Reaktion mit Gegendruck, z.B. Aufträge ablehnen, Krankheit, Kündigung.
- Besser ist es, wenn der Manager den Mitarbeitern den persönlichen Nutzen aufzeigen kann.
- Handlungsspielräume
- Die meisten Mitarbeiter möchten Handlungsspielräume.
- Wenige Ausnahmen möchten Keine – der Leader darf herausfinden durch Fingerspitzengefühl oder Nachfragen in welche Kategorie der Mitarbeiter gehört.
- Soziales Betriebsklima
- Der Manager darf bei sich selbst anfangen und Fairness leben/vorleben.
- Eine gute Erreichbarkeit des Leaders ist für Mitarbeiter elementar.
- Beste Führungskräfte sind konsequent, äußern Lob und Kritik. Es werden Konflikte angesprochen und das Team wird ebenfalls dazu motiviert. Der Leader stärkt konsequent Schwächere.
Lebt die Führungskräfteentwicklung diese Führungsgrundsätze/ Skills, sinken im Regelfall die Krankenstände und die Fluktuation. Die Mitarbeiter fühlen sich wohl in der Organisation und erreichen ihre Ziele. Das Zusammenarbeiten der verschiedenen Bereiche funktioniert (wieder).
Besondere Aufmerksamkeit benötigen „Mittelmanager“. In der Führungskräfteentwicklung sind Manager in der „Sandwichposition“ oft selbst überfordert durch Druck „von oben“ und „von unten“.

Einige Manager geraten in schwierige Situationen, da sie sich zu wenig abgrenzen zur Geschäftsführung. Andererseits dürfen sich manche Leader mehr zu den Mitarbeitern abgrenzen. Ist diese Balance gefunden, werden Vorteile dieser „Mittel-Position“ schnell deutlich:
- Die Führungskräfte haben endlose Möglichkeiten aktiver Mitgestaltung, denn sie sind nah am Arbeitsalltag der Mitarbeiter dran. Dadurch entsteht eine schnelle Umsetzung nachhaltiger Veränderungen.
- Die Leader übernehmen viel Verantwortung, fast ohne Risiko den Job zu verlieren.
- Durch kontinuierliches Feedback und Ausprobieren entwickeln die Manager einen passenden, individuellen Führungsstil.
- Die Mitarbeiter werden zur besten Version ihrer selbst entwickelt durch die Führung. „Mittelmanager“ zu sein, ist ein sehr wertschöpfender Job.
- Große Probleme können an den Chef eskaliert werden. Es gibt somit eine Anlaufstelle bei Problemen.
Sehen Sie sich dazu mein Video an: Wie managen Sie in Ihrer Führung die Herausforderungen der Sandwichposition?
Vorbildliche Führungskräfteentwicklung erzielt Empowerment im Team

Ein positiver Kreislauf vom Empowerment in der Führungskräfteentwicklung entsteht, wenn Manager ihrem Team helfen, sich selbst zu befähigen. Der Leader gibt Verantwortung ab und der Mitarbeiter übernimmt diese. Durch diesen Kreislauf entsteht Vertrauen in der Beziehung vom Mitarbeiter zum Vorgesetzten und umgekehrt. Das ist elementar, denn ein Vertrauensverhältnis ist die höchste Mitarbeitermotivation und macht gesundes Arbeiten aus!

Wünschen Sie Unterstützung zu diesen oder ähnlichen Themen innerhalb Ihrer Führungskräfteentwicklung? Ich bediene Sie nicht nur im Raum Pforzheim, Stuttgart und Karlsruhe. Unabhängig davon, wo Sie regional in Deutschland, Österreich oder der Schweiz Ihren Hauptsitz haben, mein Service-Gebiet kennt keine Grenzen.
Führungskräfte-Coaching – der Erfolgsgarant der Führungskräfteentwicklung
Gute Führung gelingt nur mit eigener Gesundheit. Daher ist Burnout – Prävention entscheidend. Sowohl für den Leader selbst als auch um sensibilisiert für den Mitarbeiter zu sein, darf sich in der Führungskräfteentwicklung mit interessierter Selbstgefährdung auseinandergesetzt werden. Das ist eine Bewältigungsstrategie, wobei wissentlich die eigene Gesundheit durch persönliches Handeln am Arbeitsplatz gefährdet wird. Interessierte Selbstgefährdung geschieht aufgrund der Loyalität gegenüber dem Unternehmen oder aufgrund vom Eigeninteresse des beruflichen Erfolgs. Beispiele für dieses Handeln sind: krank zur Arbeit kommen, ständige Erreichbarkeit und keine Pausen. Zielführend ist es, interessierte Selbstgefährdung zu vermeiden. Denn ansonsten werden Unternehmensziele der eigenen gesunden Persönlichkeitsentwicklung untergeordnet. Interessierte Selbstgefährdung kann aktiv vermieden werden durch folgende Aspekte:
- Mit einer offenen Kommunikationskultur erfahren Beschäftigte Handlungsspielräume für einen gemeinsamen Umgang mit Druck und Stress.
- Wege werden entwickelt, bei denen Unternehmensziele auch unter dem Erhalt der Gesundheit erreichbar sind.
- Grundsätzlich wünschen sich die meisten Mitarbeiter Freiräume.
- Pausen wirken sich positiv auf die Leistungsfähigkeit aus und sorgen dafür, die Qualität der Arbeit hochzuhalten. Daher ist es wichtig, Pausen einzuhalten.
- Das Arbeiten in Teams ist für viele ein soziales Unterstützungssystem. So kann der Kollege den Mitarbeiter auch darauf aufmerksam machen, wenn dieser sich überlastet.
- Führungskräfte dürfen geschult werden bezüglich der Folgen der interessierten Selbstgefährdung für die Beschäftigten und wie unwirtschaftlich das für die Firma ist.

Die Führungskräfteentwicklung setzt sich mit Changemanagement und „VUCA“ auseinander, da die Führungskräfte hier eine besondere Position einnehmen. Ein positiver Change bedeutet Weiterentwicklung und diese gelingt wahrscheinlicher, wenn transparent kommuniziert wird, der gesamte Betrieb einbezogen ist und auf Sorgen und Widerstände eingegangen wird. „VUCA“ steht für die Auswirkungen in Firmen von wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Krisen, weltweiter Vernetzung und Digitalisierung. Es erfolgt ein Veränderungs-Turbo, welcher Manager häufig unter Druck setzt. Die Firmenstrukturen, welche einen Change auch in Zeiten von „VUCA“ sinnvoll gelingen lassen, können hergestellt werden:
- Entscheidend sind dabei die Verlässlichkeit auf andere Personen und das Grundvertrauen in die Stärken anderer.
- Das Gefühl nach Einbindung in das Team wirkt begünstigend.
- Regelmäßige Informationen führen dazu, dass Kontrolle und Selbstwirksamkeit erlebt werden können.
- Das Gefühl, gemeinsam etwas zu schaffen, steht im Vordergrund.
Die Führungskräfteentwicklung ist mit Beachten dieser 4 Punkte auch während „VUCA“ in einer optimalen Situation.














